Mythos Brasilien - Teil A

von Traveller E-Mail

 

Hier noch ein kleiner Nachtrag - die Reise scheint ja schon wieder so lange her - und hier merke ich, dass ich in Brasilien wenigstens noch gelegentlich Zeit hatte, mich um essentielle Fragen zu kümmern. Z.B.: wurde ich oft von Freunden zuhause gefragt, ob denn die Frauen in Brasilien wirlich so schön und freizügig sind.

Mythos Brasilien:

Frauen = Schön und willig  

Generell würde ich behaupten, dass die subjektive Schönheit einer Frau unter Berücksichtigung kultureller Vorgaben einer Normalverteilung folgt. Es gibt eben viel Schönere und weniger Schönere mit einer Häufung von Mittelschönen. Hier in Brasilien weist die Verteilungsfunktion 2 Besonderheiten auf:


a) Sie ist viel weiter gestreckt. Das Spektrum ist einfach viel breiter. Grosser Genetischer Pool ist das Stickwort. Es gibt hier Frauen, mit denen hat es die Natur weniger gut gemeint. So wenig gut, dass man als gottesfürchtiger Mensch von seinem Glauben abfallen müsste. Und es gibt auf der anderen Seite absolut perfekt aussehende Frauen, die trotzdem keinem ganz einheitlichen Schema folgen (wie z.B. ein Californischer Cabernet, bei dem einfach jeder nahezu perfekt, aber mit der Zeit doch allzu identisch langweilig wirkt *bah*). Und genau das macht die Qualität.  

b) Die Mitte ist deutlich nach oben verschoben - also Richtung unserer deutschen Definition von schön.
Abgesehen von den Hintern und Bäuchleins: Diese sind hier definitiv betonter. Ich würde sogar behaupten, dass die Hälfte der Frauen hier mit einem leichten Hohlkreuz durch die Gegend läuft, nur um etwas mehr Bauch zu zeigen.
Eine andere Sache sind die Oberweiten: Wer was auf sich hält trägt viel oder mehr mit sich rum. Und Zeigt diese genau so weit wie es der heilige Papst aber gerade noch so zulässt.  
Wie kommt dies? Ist es der hohe Fleischkonsum an vor allem etwas fettigeren Fleisch? Ist es eine evolutionäre Entwicklung, mit dem Versuch, einfach mehr Schattenfläche für die sonnengegerbte Haut zu schaffen? Oder hängt es mit einer anderen Gravitationsverteilung in Äquatornähe zusammen? Ich weis es nicht.
Bei vielen Exemplaren fragt man sich jedoch: Kann das echt sein? Und diese Frage sollte berechtigt sein: Auf Florianapolis ist einem Artikel zufolge, den ich zufällig hier gelesen habe, das Silikon inzwischen Mangelware. Die landeseigene Produktion kann den Bedarf nicht decken. Das Material muss importiert werden. In diesem an Kautschuk so reichen Land ist diese fast eine Farce und sollte eine Herausforderung für Hochschule und Forschung darstellen, hier doch eigene Materialien auf Basis lokaler Rohstoffe zu entwickeln, um das Selbstwertgefühl brasilianischer Frauen nachhaltig visuell aufzupäppeln.
Aber was solls: Der Brustboom entspricht ganz der brasilianischen Leichtigkeit des Daseins. Es muss kein Daimler sein - es reicht, wenn man den Stern vorne aufpappt. Viel wichtiger ist der Schein, und nicht wie es wirklich ist.
Dies kollidiert natürlich gänzlich mit deutscher Transparenz und faktischer Ehrlichkeit. Wer Reinheitsbier braut und Gurken vermisst kann das nicht so hinnehmen. Wenn wir hier irgendwas zu sagen hätten, würden wir diesem bunten Treiben des Oberweitentunings sicherlich schnell ein Ende setzen. Ich persönlich wäre für eine Kennzeichnungspflicht für Brüste auf Silikon- oder Kautschukbasis. Und vielleicht noch eine Busensteuer auf's Volumen - wie beim Diesel :)
Mann will sich ja nicht's unterjubeln lassen.
Soviel zur Schönheit.
Nur zur Willigkeit.
Sicherlich ist die brasilianische Mentalität etwas spontaner und offener. Man nimmt sich gern mal in den Arm und kuckt nicht immer stocksteif durch die Gegend wie ein Deutscher vor dem Frühschoppen. Das war's dann aber auch.
Traditionsbedingt ist hier Mann etwas mehr Mann also gleich Macho. Aber richtig - dagegen ist jeder Italiener verklemmt und schüchtern. Und Frau ist etwas mehr Frau. Sehr kalkulierend. Ihren eigenen Wert taxierend und rigoros auf ihr persönliches Glück bedacht. Ganz nebenbei auch etwas zickiger als es sein müsste. Vor allem eben, wenn es sich um ein sehr schönes Exemplar ihrer Gattung handelt.  
Das Ziel einer Frau ist in den meissten Fällen präzise so definiert: Viel Geld zum Ausgeben zur Verfügung zu haben und dafür idealerweise exakt nichts arbeiten zu müssen.
Genau hier steckt der Mythos.
Am Rande bemerkt: Im Endeffekt ist es dann doch wie in vielen Ländern unserer Erde: Das Kalkül geht irgendwie nicht auf. Die Frau angelt sich den Falschen, schuftet ihr ganzes Leben lang, während der Mann das Oberhaupt der Familie repräsentiert und dies an der Eckkneipe 2 mal wöchentlich demonstriert.

Links: Eine Brasilianische Frau wartet am Strand von Ipanema auf Silikonnachschub aus Übersee.

Rechts:  Für diese beiden glücklichen Brasilianerinnen hat es gerade noch gereicht!

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